Tiffany Lampen: Gläserne Kunstform des Jugendstils

Das Bild zeigt eine typische Tiffany Lampe

Tiffany Lamp ©DontBBlu by stock.xchng.jpg

Tiffany Lampen sind im so genannten Tiffany Stil gefertigte Lampen aus Glas, die Wohnräume mit warmem Licht erfüllen. Der Name der Tiffany Lampen geht auf den US-amerikanischen Maler Louis Comfort Tiffany (1848-1933) zurück. Nachdem er 1879 in New York das Einrichtungshaus „Tiffany Glass and Decorating Company“ gegründet hatte, arbeitete er weiterhin als Glaskünstler und schuf dabei einzigartige Kunstwerke, die heute zu den unbezahlbaren Museumsstücken zählen.

Tiffany Lampen: ein neues Verfahren zur Verbindung von Glas

Tiffany entwickelte ein bis dahin neues Verfahren, das es möglich machte, bunte Glasteile miteinander zu verbinden. Diese Technik ist heute als Kupferfolientechnik bekannt und wird allgemein Tiffany Stil genannt. Das Verfahren war deshalb so fortschrittlich, weil es vorher nicht möglich war, Glasteile zu komplexen dreidimensionalen Gebilden zusammenzufügen. Es existierte zwar die Technik der Bleiverglasung, die zum Beispiel bei Kirchenfenstern zum Einsatz kam, aber diese war nur für die Herstellung von Flachgläsern und relativ einfachen Konstrukten nutzbar. Bei dem neuen Verfahren wurden bunte Glasstücke in Kupferfolie eingefasst und dann zusammen gelötet. Dadurch ergaben sich für die Künstler des Jugendstils zahlreiche Möglichkeiten. Schon bald gab es nicht nur Tiffany Lampen, sondern auch Schmuck und verschiedene andere Einrichtungsgegenstände wie Fensterbilder, Spiegel oder auch Teekannen, die im selben Stil gefertigt wurden.

Tiffany Lampen: Kennzeichen und Merkmale

Tiffany Lampen zeichnen sich durch ihre satten Farben aus. Die verspielten Motive, die häufig Tiere und Pflanzen zeigen, sind ein typisches Kennzeichen für die Kunstrichtung des Jugendstils. Einrichtungsgegenstände, die im Kupferfolienstil hergestellt wurden, erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit, da sie mit jedem Einrichtungsstil kombinierbar sind. Der Name Tiffany ist heute jedoch eher aufgrund des berühmten New Yorker Juweliergeschäftes bekannt, das vom Vater des Erfinders des Tiffany Stils, Charles Lewis Tiffany, gegründet wurde und 1902 in den Besitz seines Sohnes überging.

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Floatglas: kristallklares Glas für Fenster und Spiegel

Als Floatglas wird sehr reines Flachglas bezeichnet, das im so genannten Floatverfahren gefertigt wurde. Verwendet wird diese hochwertige Form von Flachglas besonders für Fenster, Schaufenster, Fassaden und Möbel. Aufgrund seiner besonders glatten Oberfläche kommt Floatglas oft auch bei der Herstellung von Spiegeln zum Einsatz.

Geschichte der Floatglasproduktion

Henry Bessemer hatte bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts den Einfall, flüssiges Glas über Zinn zu leiten. 1902 erhielt William E. Heal erstmals ein Patent für die einzigartige Herstellungsart von Floatglas. Allerdings wurde dieses nie kommerziell genutzt. Erst nachdem Sir Alastair Pilkington das Verfahren weiterentwickelte und 1959 der Öffentlichkeit vorstellte, begann die industrielle Produktion durch die Firma Pilkington Brothers in Großbritannien. Die Firma vergab in der folgenden Zeit eine Vielzahl von Lizenzen an andere Hersteller von Flachglas.
Heute kommt ein Großteil des genutzten Flachglases aus Floatglasanlagen. Aufgrund des geringen Preises stellt es heute ein großflächig einsetzbares Baumaterial in der Architektur dar.

Floatglasproduktion am laufenden Band

Die Produktion von Floatglas ist ein endlos-ablaufender Prozess. Die Glasschmelze wird in einem ersten Schritt auf 1100 Grad Celsius gebracht und erhält so eine teigig-flüssige Konsistenz. In diesem Zustand wird sie fortlaufend in ein Bad aus flüssigem Zinn geleitet. Hier breitet sich das flüssige Glas, ähnlich wie ein Ölfilm, gleichmäßig aus. Durch die hohe Oberflächenspannung von Zinn und Glas werden die Oberflächen des Floatglases besonders glatt. Am Ende des Zinnbades wird das feste Glas, das hier noch 600 Grad Celsius warm ist, aus dem Bad gezogen und in einen Kühlofen geleitet. Beim Durchlaufen des Ofens wird das Glas heruntergekühlt und im Anschluss einer Qualitätskontrolle unterzogen. Zum Schluss wird das Flachglas geschnitten. Die Viskosität und die Ziehgeschwindigkeit während des Herstellungsprozesses bestimmen letztendlich die Stärke des Glases. Diese reicht von 0,4 Millimetern bis hin zu 25 Millimetern.

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Brillengläser: Hilfe für fehlsichtige Augen

Brillengläser sind optische Hilfsmittel zur Korrektur von Fehlsichtigkeit und Stellungsfehlern. Etwa 64 % der Erwachsenen und 15 % der Kinder in Deutschland benötigen eine Brille.

Brillengläser werden heute industriell hergestellt und von einem Augenoptiker angepasst. Die Gläser verfügen über unterschiedliche Stärken und können aus Glas oder Kunststoff hergestellt werden. Handelsübliche Brillengläser werden aus mineralischem Glas gefertigt, welches unterschiedliche Lichtbrechungen besitzt. Kunststoffgläser bestehen aus Polycarbonat, einem bruchsicheren, aber kratzempfindlichen Material.

Brillengläser besitzen eine lichtbrechende Wirkung

Geschliffene Linsen mit einer lichtbrechenden Wirkung dienen als Sehhilfe, gegossene Gläser werden für andere Zwecke eingesetzt. Man unterscheidet in Einstärken- und Gleitsichtgläser. Einstärkengläser weisen einen einzigen Brennpunkt auf und sind für die Korrektur in bestimmten Entfernungsbereichen bestimmt, die längere Zeit unverändert nah oder fern bleiben. Beispielsweise bestehen Lese- und Fernbrillen aus Einstärkenglas. Gleichsichtgläser besitzen zwei Brennpunkte und können somit gleitend zwischen Nähe und Ferne korrigieren. Sie werden auch Mehrstärkenbrillen genannt, wozu auch die Trifokalgläser gehören, die sogar drei unterschiedliche Werte korrigieren kann.

Nachteil dieser Gleitsichtgläser ist, dass sich die optische Wirkung unterschiedlich über das gesamte Glas verteilt und die Stärken jeweils an einer anderen Stelle angeordnet sind. Somit kann es passieren, dass das Bild in unterschiedlichen Blickwinkeln verschwimmt, obwohl eine Brille getragen wird.

Entspiegelte, getönte und bruchsichere Brillengläser

Es gibt eine Reihe von Eigenschaften, die dem Träger einer Brille neben der Korrektur der Fehlsichtigkeit auch einen Mehrwert bietet. Brillengläser können entspiegelt werden, was dazu führt, dass keine störenden Lichtreflexe und Spiegelbilder entstehen. Um einen kosmetischen Effekt bei hochgradigen Fehlsichtigkeiten zu erzielen, werden Brillengläser aus mineralischem Material hergestellt.. Damit sind sie bei gleicher Stärke dünner als herkömmliche Gläser. Getöntes Brillenglas reduziert den Lichteinfall und ist für Brillenträger mit erhöhter Blendungsempfindlichkeit ratsam. Bruchsicher werden Brillengläser durch die Verwendung von Polycarbonat.

Weiterhin gibt es Brillen, die mit normalem Glas versehen sind. Diese Brillen dienen nicht der Korrektur von Sehfehlern, sondern werden aus rein modischen Gründen getragen.

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Glasereireport: Insolvenz- und Forderungsausfallquote

Die statistischen Ergebnisse sind eindeutig: Die Anzahl der Insolvenzen bei Glasereibetrieben steigt weiter an. Im Jahr 2008 erhöhte sich die Rate um 50% gegenüber dem Vorjahr. Noch 2007 war die Zahl deutlich zurückgegangen.

Die Insolvenzquote der Glasbau-Branche

Dennoch liegt die Insolvenzquote derzeit bei 0,5% bezogen auf die gesamte Branche. Damit agiert sie noch unterhalb derer anderer Handwerkszweige, wie beispielsweise Maler (0,8%), Dachdecker (1,9%) oder das Hoch- und Tiefbaugewerbe (1,8%). Die Zahlen zeigen, dass der Anreiz trotzdem noch gegeben ist, auf dem Markt zu drängen, selbst wenn die Erfolgschancen vergleichsweise gering sind.

Aber der Interpretationsspielraum dieser Statistik ist groß. Sie spiegelt nämlich keineswegs die Anzahl der Unternehmen wieder, die ihr Geschäft aufgeben. Eine Glaserei, die als Einzelbetrieb geführt wird, kann sich auch aus dem Markt zurückziehen, ohne Insolvenz anmelden zu müssen.

Auch lassen sich keine Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lage der Glaserei-Branche ziehen. Eine niedrige Insolvenzrate bedeutet nicht, dass es den Unternehmen gut geht. Eine Glaserei kann aufgrund des niedrigen Personalbedarfs auch längere Zeit mit geringen Einnahmen existieren, ohne Pleite zu gehen.

Die Forderungsausfallquote der Glaserei und ihre Bedeutung

Ein sehr großes Risiko für eine Glaserei stellt der Forderungsausfall dar. Dieser wird dadurch definiert, dass der Kunde nicht in der Lage ist, nach vollbrachter Arbeitsleistung das vereinbarte Entgelt zu bezahlen.

Nach Durchführung einer Branchenanalyse bezeichnet das Wirtschaftsauskunftsunternehmen Creditreform dieses Risiko für eine Glaserei als „mittel“. Die Forderungsausfallwahrscheinlichkeit der Branche beträgt 1,7% und ist im Vergleich zum Baugewerbe mit 2,9% sehr gering.

Der Forderungsausfall der Kunden hat auch Einfluss auf die Zahlungsmoral der Glasereibetriebe gegenüber den Kreditgebern. Statistisch gesehen ist die Auswahlwahrscheinlichkeit regional unterschiedlich. Betriebe in Sachsen-Anhalt haben durchschnittlich eine schlechtere Zahlungsmoral als Glasereien in Baden-Württemberg oder Bayern.

Diese Kennzahlen haben natürlich auch Einfluss auf das Keditvergabeverhalten der Banken. Eine Glaserei in Mecklenburg-Vorpommern bekommt beispielsweise aufgrund dieses Rankings tendenziell einen günstigeren Kredit, als eine Glaserei in Nordrhein-Westfalen.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Glasbaubranche, verglichen mit dem restlichen Baugewerbe, auf einem besseren Fundament steht. Tendenziell kann für die Folgejahre eine Verbesserung der Rahmenbedingungen abgeleitet werden. Abzuwarten bleiben die Auswirkungen der neuen Energieeinsparverordnung oder des CO2-Gebäudesanierungsprogramms.

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Glaser im Vergleich

Nach Angaben des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH) konnte die Glasbaubranche 2008 einen Umsatz von ca. 1,3 Mrd. EURO verzeichnen, was einer Steigerung von ca. 5% entspricht. Dies bedeutet eine Fortführung des positiven Trends, der mittlerweile seit 2005 anhält.

Glaser sind, wie auch andere Handwerkszweige, stark abhängig von der Baukonjunktur. In den vergangenen Jahren mussten Umsatzeinbrüche durch den Wegfall der Eigenheimzulage hingenommen werden. Die Auswirkungen sind auch jetzt noch spürbar.

Auch saisonale Abhängigkeiten, die einen positiven Trend bis weit in die Wintermonate hinein tragen, lassen sich erkennen. Sie wirken sich bei Glasern allerdings nicht so stark aus, wie beispielsweise im Maurer- oder Dachdeckerhandwerk.

Da Glaser, wie auch Maler generell als Letztes an ihre Aufgabe gehen können, werden Baustellen, die erst im Spätherbst fertig werden, in den Wintermonaten abgeschlossen. Dadurch erfolgt auch die Rechnungsgestellung deutlich später.

Konkurrenten des Glasers

Im Gegensatz zu anderen Handwerkszweigen sind Glaser besser vor Schwarzarbeit und der „Do-it-yourself-Mentalität“ geschützt, da für die Arbeitsausführung deutlich spezialisiertere Kenntnisse notwendig sind.

Konkurrenz bekommen Glaserbetriebe jedoch durch industrielle Anbieter, die aufgrund von überregionalen Absatzmärkten und Massenproduktionsanlagen die Kosten für den Werkstoff Glas deutlich drücken können. Dem regional agierenden Glaser bleiben somit nur der Qualitätsvorsprung und die Kundenbindung. Insgesamt ist die Konkurrenzsituation im Glasbauhandwerk als hoch einzustufen.

Bei einer Marktanalyse lassen sich 2 Typen an Glasbaubetrieben herausarbeiten. Zum einen die Kleinstbetriebe, die in der Regel als Einzelunternehmen geführt werden und die von Mund-zu-Mund-Propaganda leben. Ihre Zielkundschaft sind Privathaushalte oder der regionale Einzelhandel.

Zum anderen gibt es die maschinell ausgestatteten Großbetriebe, welche ihre Aufträge aus Ausschreibungen der öffentlichen Hand ziehen, sowie von gewerblichen Kunden bekommen.

Die Glaspreise fallen

In einer Untersuchung vom Statistischen Bundesamt konnte aufgezeigt werden, dass der Glaspreis zwischen Februar 2008 und Februar 2009 um 4,8% gefallen ist. Der Preiseinbruch bei Flachglas traf die Glaser mit 37,9% noch härter. Dies ist auf die weltweit gesunkene Nachfrage, sowie dem hohen Preisniveau der Vorjahre zurückzuführen.

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Glasbläser

Die Zeiten, als Glas durch Handarbeit entstand, sind nahezu vorbei. Moderne Fertigungstechnologien machen es möglich, dass Glas als Massenware produziert wird.

Aber die Modernisierung des Glasbau-Handwerks drängt den traditionellen Handwerker nicht in das Aus. Es ergeben sich alternative Nischen, die von den Unternehmen erkannt und genutzt werden müssen. Autoglasbauer oder Sicherheitsglashersteller können hierfür beispielsweise genannt werden.

Die klassischen Arbeitsbereiche der Glasbläser hingegen blieben nahezu unverändert. Neben der kunstvollen Herstellung von veredeltem Glas konnten zusätzliche Arbeitsbereiche erschlossen werden, in denen dieser spezielle Umgang mit Feuer Verwendung findet. Viele Forschungsinstitute aus dem Bereich der Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Biochemie, Gentechnologie) beschäftigen eigene Glasbläser zur Herstellung spezifischer Apparaturen. Dadurch können individuelle, an die Aufgaben angepasste, Instrumente aus Glas hergestellt werden, ohne durch öffentliche Ausschreibungen Zeit zu verlieren. Dabei kann der Glasbläser auf eine moderne Werkstatt zurückgreifen.

Ausbildung des Glasbläsers

Glasbläser ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, bei dem der Lehrling zwischen 3 Fachbereichen wählen kann:

  • Glasgestaltung: hierbei stehen die Produktion von Zier- und Gebrauchsgläsern sowie Glasplastiken im Mittelpunkt
  • Christbaumschmuck: dies beinhaltet nicht nur die Herstellung von Weihnachtskugeln und -engeln, sondern auch deren Verzierung und Veredelung
  • Kunstaugen: dabei werden künstliche Augenformen, Iris´und Pupillen hergestellt, die in der Schönheitschirurgie verwendet werden

Mittlerweile spezialisieren sich auch viele Glasbläser auf den Bereich Gerätejustierung oder als Thermometerbläser.

Ursprünge des Glasblasens

Der Ursprung der Glasbläserei lässt sich auf das im Libanon liegende Sidon zurückführen. Im ersten Jhd. wurden Glasstäbe mit Hilfe von Öllampen erhitzt und verformt. Das Ergebnis waren Glasperlen und Figuren.

Glasbläser besaßen in den vergangenen Jahrhunderten einen durchgängig guten und soliden Ruf als Handwerker, gerieten allerdings zu Beginn der Industrialisierung vermehrt in den Hintergrund. Mittlerweile gelten sie als Spezialisten und Künstler.

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Die Schneekugel

Schneekugel als Souvenir

Schneekugel als Souvenir

Jedes Kind ist fasziniert von ihr. Wenn der Schnee nach dem Schütteln auf den Boden herab sinkt, scheint die Welt für einen kleinen Augenblick stillzustehen. Das hinter diesen Spielzeugen einen Menge Technik steckt wissen nur die wenigsten.

Die Geschichte der Schneekugel

Eine einheitliche Zahl, wann die erste Schneekugel entstand, ist nicht bekannt. Die bislang älteste Schneekugel, die in den Aufzeichnungen erwähnt wird, wurde 1878 auf der Pariser Weltausstellung präsentiert. Dabei hantelte es sich um einen Mann, der mit geöffnetem Regenschirm im Schnee stand.

Eindeutig belegt ist, dass die Schneekugel aus einer Glaskugel hervor ging, die mit Wasser gefüllt war und in der Vögel schwammen.

Das erste Patent wurde auf den Wiener Werkzeugmacher Erwin Perzy ausgestellt. Bei der Herstellung von hellen Lichtquellen experimentierte er mit Wasser und Metallspäne herum. Dabei erkannte er den Effekt eines Schneesturms innerhalb der Kugel. Die Basilika von Mariazell diente ihm als erstes Motiv. Anstelle von Metallspäne fügte er Grieß hinzu.

Dieses Modell fand in der breiten Öffentlichkeit einen großen Ansturm, so dass er 1900 eine Fabrik eröffnete und Schneekugeln serienmäßig herstellen ließ.

In den 50er Jahren wurden das Glas und die Schneeflocken durch Polystyrol ersetzt. Weiterhin wurde durch die Zugabe von Chemikalien die Algenbildung verhindert. Durch moderne Fertigungsmethoden entwickelte sich die Schneekugel zu einem Massenprodukt, welches in nahezu jedem Souvenirladen erhältlich ist.

Als Motive dienen mittlerweile nicht nur Landschaften. Auch die Verwendung der Schneekugel als Fanartikel für die neuesten Blockbuster, Sportvereine oder Musikbands ist möglich.

Vereinzelte Glaser haben sich darauf spezialisiert, Schneekugeln als handgemalte Unikate herzustellen. Bei diesen Einzelstücken handelt es sich nicht um gewöhnliches Kinderspielzeug, sondern um begehrte Sammlerobjekte, die auch mehrere tausend EURO wert sein können.

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Die Entwicklung der Glasmalerei

Unter dem Begriff Glasmalerei wird hauptsächlich die Bemalung von Fensterscheiben und Glasformen verstanden. Sie gilt als Teildisziplin der Glasveredelung wird vorrangig bei historischen Gebäuden und Kirchen verwendet. Diese Glaskunst hat seinen Ursprung im ersten Jhd. in Persien. Sie wurde später auch durch die Römer verwendet, die gefärbte Glasscheiben in ihre Thermen einbauen ließen, um das Ambiente zu verändern. Seitdem wurden die Motive immer aufwändiger und umfangreicher gestaltet.

Techniken der Glasmalerei

Grundsätzlich kann in 2 unterschiedliche Produktionshergänge unterschieden werden:

  1. Die Herstellung mittels Schwarzlot, welches dazu benutzt wird, die vorgefertigte Zeichnung auf bereits gefärbtes Glas zu übertragen. Dadurch können auch Schatten- und Lichtwirkungen erzielt werden. Schwarzlot ist ein Gemisch aus zerkleinertem Glas, Kupfer und Eisenoxid. Erstmals wurde diese Technik im 8. Jhd. eingesetzt.
  2. Ein farbloses oder einfarbiges Glas wird mit Schmelzfarben bemalt und anschließend bei 550 – 640°C eingebrannt.

    Weitere Effekte können bei der Glasmalerei durch Ätzung erreicht werden. Dabei bestimmt die Einwirkdauer der Flusssäure den Helligkeitsgrad der Farbe. Auch beim Gravieren, Sandstrahlen oder Lasern sind Farbveränderungen möglich.

    Die echte Glasmalerei ist eine sehr aufwändige Kunstform, da sie nur in Handarbeit hergestellt werden kann. Das kann unter Umständen ein sehr langwieriger Prozess sein. Neben verschiedenen Maltechniken, muss der Glasveredler auch Radier- und Wischtechniken beherrschen. Mit ihnen wird die Schmelzfarbe nach dem Trocknen auf dem Glas bearbeitet, um so verschiedenen Farbintensitäten und Graustufen zu erhalten. Alternativ kann die Farbe auch aufgespritzt werden.

    Eine alternative Form der Glasmalerei kann auch maschinell hergestellt werden. Beim sogenannten Siebdruckverfahren wird Siebdrucköl auf das Glas aufgetragen. Unterschiede sind jedoch für den Kenner offensichtlich, da Effekte und Schattierungen nicht so ausgeprägt sind, wie bei der Handarbeit.

    Zum Schutz vor Witterungseinflüssen wird Glasmalerei meist durch ein Schutzglas geschützt. Spezielle Versiegelungen existieren derzeit noch nicht oder bieten nur ungenügenden Schutz.

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    3D Glas als Geschenkidee

    Wer kennt das Problem nicht? Man ist zu Bekannten oder Verwandten eingeladen und sucht noch ein Gastgeschenk, das nicht zu teuer ist aber dennoch gut aussieht. Der Einsatz moderner Technik zeigt uns unzählige Möglichkeiten auf. Beispielsweise kann mittels Lasertechnologie ein 3D Glas erstellen werden, in welchem ein Porträtbild in das Innere eines Glasblocks eingearbeitet wurde.

    3D Glas als Form der Glasveredelung

    Zu Beginn des 21. Jhd. hielt die Lasertechnologie Einzug in Industrie und das Handwerk. Durch diese Errungenschaft, in der künstlich generierte Lichtstrahlen erschaffen werden, ist es möglich, effizient, genau und jederzeit reproduzierbar arbeiten zu können. Mittlerweile werden Laser in der Glasbranche nicht nur zum Messen von Glasdichten oder Zuschneiden von Glasprofilen eingesetzt, auch das Anfertigen von 3D Glas als spezielle Variante der Gravur ist möglich. Diese Arbeit fällt eigentlich in das Tätigkeitsprofil eines Glasveredlers. Durch Massenproduktion jedoch ist es möglich, dass diese standardisierte Form der Glaskunst in allen Souveniershops zu günstigen Preisen angeboten werden kann.

    Herstellung eines 3D Glases

    3D Glas eines Sternzeichens

    3D Glas eines Sternzeichens

    Ein 3D Glas anzufertigen ist für den Nutzer recht einfach. Es wird lediglich eine Vorlage in Form einer Bilddatei (Datenformat jpg oder tif) benötigt, welche eine Auflösung von mindestens 150 dpi besitzt. Dies kann mit einer handelsüblichen Digitalkamera erreicht werden. Das Foto sollte möglichst scharf und kontrastreich sein. Es wird mit einer speziellen Software bearbeitet und anschließend auf den Laser übertragen. Dieser Hochleistungslaser erstellt das 3D Glas innerhalb weniger Minuten. Hierbei eignet sich besonders Bleiglas (Bleikristallglas), da es aufgrund seiner Qualität besonders klar und hochwertig erscheint.

    Ein 3D Glas kann in unterschiedlichen Größen erstellt werden. So können beispielsweise Schlüsselanhänger, Tischdekorationen, Andenken oder Türinnenverglasungen hergestellt werden. Desto größer der Glasblock ist, desto genauer ist das Motiv zu erkennen. Abhängig von der Größe ist ein 3D Glas ab 45 EURO zu haben.

    Fazit:

    Ein 3D Glas ist eine tolle Geschenkidee, da sie individuell gestaltet werden kann.

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    Bleiglas

    Herstellung von Bleiglas

    Bleiglas oder auch Bleikristallglas ist eine veredelte Form des traditionellen Glases. Es entsteht, indem zur flüssigen Glasmasse Bleioxid hinzugegeben wird. Dadurch erhält das Glas eine besondere Klarheit und Transparenz. Weiterhin überzeugt Bleiglas durch seine hervorragenden Lichtbrechungseigenschaften.

    Der eigentliche Anteil an Bleioxid beträgt generell zwischen 18% und 33%. Das sogenannte „echte Bleiglas“ besitzt mindestens 24% und wird nach dem Schliff als Bleikristall bezeichnet. Glas mit einem geringen Bleioxidgehalt wird „Halb-Bleikristall“ genannt.

    Die Ursprünge von Bleiglas

    Die erste urkundliche Erwähnung von Bleiglas lässt sich auf das Jahr 1675 zurückführen. Der Engländer George Ravenscroft mischte als erster Glaser Bleioxid in das Rohglas und stellte daraus Schüsseln und Trinkgefäße her. Einige Werke von Ravenscroft werden noch heute als Exponate in bedeutenden englischen Museen ausgestellt. Weiterhin entwickelte er das Flintglas, welches durch seine hohe Brechzahl noch heute in optischen Geräten, wie Teleskopen oder Kameraobjektiven, eingesetzt wird.

    Auf dem europäischen Festland wurde Bleiglas erst ca. 100 Jahre später hergestellt. 1781 produzierten die „Verreries royales de St. Louis“ Bleiglas in ihrer Fabrik nahe Strasbourg. Durch seine Klarheit war es besonders gut für exklusive Kunstschliffe geeignet, so dass es vornehmlich in den europäischen Adelshäusern verwendet wurde. Bleiglas wurde zum Sinnbild für Luxus.

    Auch andere Regionen verstanden sich auf die Produktion von Bleikristall. Am bekanntesten waren das böhmische, das pfälzer sowie das bayrische Glas.

    Verarbeitung von Bleiglas

    Bleikristall ist durch den Bleioxidanteil ein sehr weiches Glas. Dadurch kann es einfach geschliffen werden, ohne das die Gefahr besteht, dass die Struktur reißt. Individuelle Kundenwünsche werden durch Handarbeit erfüllt. Zur Herstellung von farbigem Bleiglas existieren 2 Methoden.

    Die kostengünstigere Variante ist das Bemalen des Glases mit einer speziellen Farbe, die anschließend in das Glas eingebrannt wird.

    Die Alternative ist die „Überfangmethode“, in der das farblose Kristallglas in eine Schale aus koloriertem Glas gegossen und anschließend geformt wird. Durch das Abschleifen der Außenhülle entstehen einzigartige Glasstrukturen. Überfanggläser werden in Handarbeit angefertigt und sind entsprechen teuer.

    Bleiglas wird häufig zur Herstellung von Schmuck, Kronleuchtern, Kuchenplatten und hochwertige Gebrauchsgegenstände verwendet. Zwar werden auch Weingläser aus diesem Glas produziert, diese werden jedoch unter Weinkennern ungern genutzt, da sie die Farbe des Getränks verzerren.

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