Das Glasperlen-Spiel

Glasperlen gehören zu den ältesten Schmuckstücken der Welt. Sie werden künstlich hergestellt und dienen als Material für Halsketten, Ohrringe und andere auffällige Accessoires. Die Perle aus Glas blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Glasperlen – Schmuck und Tauschmittel seit 4000 Jahren

Glasperlen © sparkie - pixelio.de
Glasperlen © sparkie - pixelio.de

Frühgeschichtliche Glasperlen bestanden aus einfarbigem und opakem Glas, meist in den Farben gelb, orange, blau oder braun. Koloriert wurden diese mit Hilfe von Oxiden aus der Metallverarbeitung. Ob früher Rohglas, Scherben oder Glasklumpen verwendet wurden, konnten Experten bislang nicht nachweisen.

In ihrer heutigen Farben- und Formenvielfalt existieren Glasperlen seit dem 15. Jahrhundert, wo man sie häufig als Zahlungsmittel nutzte. In die Geschichtsbücher ist der Tausch eingegangen, auf den sich amerikanischen Ureinwohner zu dieser Zeit einließen: Sie verkauften den Pilgervätern Teile des heutigen New York Citys für ein paar gläserne Schmuckstücke.

Glasperlen: Verschiedene Herstellungsarten

Inzwischen dienen Glasperlen fast ausschließlich Dekorationszwecken. Bei der Herstellung werden verschiedene Techniken eingesetzt:

Große, bunte und gewickelte Glasperlen sind Erzeugnisse der Glasbläserei vor der Lampe. Für Letztere wird eine zähe Glasmasse um einen metallenen Stab gewunden und die Perle durch Drehen des Stabes in Form gebracht. Nach einer kurzen Abkühlphase streift man die Glasperle vom Stab und legt sie zum Aushärten in ein Sandbett.

In Ostpreußen und Böhmen stellte man mit tonüberzogenen Eisenstäben die sogenannten “Paterln” her, die abgeschliffen, poliert und mit farbigen Glasfäden überzogen wurden.

Bei der gebräuchlichsten Herstellungsmethode – vor allem von Stickperlen – wird das Glas zu dünnen Röhren ausgezogen und mit einer Schere in kleine Stücke zerschnitten. Dann erhitzt man sie mit Sand und Kohlenpulver in sich drehenden Zylindern, bis die Kanten abgeschmirgelt sind. Nach der Erkaltungsphase siebt, sortiert und schleift man die Perlen mit Hilfe eines Sandbetts.

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