Der Arbeitsplatz Glaserei

Glaserei

Viele Handwerksberufe, die hauptsächlich mit dem Baustoff Glas arbeiten, vollbringen ihre Arbeit in einer Glaserei. Diese ist nicht zu verwechseln mit einer Glashütte. In der Glashütte werden nämlich in erster Linie die verschiedenen Glasarten aus Soda, Sand, Pottasche und den jeweiligen Zusätzen hergestellt. Die Glashütten verfügen deshalb über große Lagerräume, wo sie die benötigten Rohstoffe aufbewahren. Außerdem sind Glashütten mit großen Schmelz- und Kühlöfen ausgestattet. Je nach Art der Hütte wird das Glas entweder maschinell oder händisch hergestellt.

Glasherstellung in der Glaserei

Die industrielle Herstellung von Glas (wie zum Beispiel Floatglas oder VSG-Glas) und Produkten aus Glas (wie zum Beispiel Glasflaschen) ist heute die Norm. Allerdings sind Glashütten auch der Arbeitsplatz von Glasbläsern, die solche Produkte noch händisch herstellen.

Die Glashütte ist also der Ausgangspunkt des Glasbau-Handwerks. Das Glas, welches in einer Glaserei verarbeitet wird, stammt aus einer Glashütte. Die verschiedenen Glasarten werden in großen Blöcken geliefert und von den Glasern dann mit Glasschneidern, Schleifmaschinen und Co. auf sogenannten Zuschneidetischen bearbeitet.

Die Glaserei im Fensterbau-Handwerk

Aber nicht nur der Glaser arbeitet in einer Glaserei. Auch der Fensterbauer stellt seine Fenster in einer Glaserei her. Dafür schneidet er das Glas, das er von der Glashütte erhält, in Scheiben in der entsprechenden Größe und verarbeitet sie dann weiter, zum Beispiel zu Fenstern, Türen (wie zum Beispiel Glasschiebetüren oder Ganzglastüren) oder zu Elementen, die später dann als Glasfassaden auf Gebäuden montiert werden. Allerdings finden im Fensterbau die Glasherstellung und -weiterverarbeitung oft auch am selben Ort statt: Die Fensterbauer fertigen also häufig ihr eigenes Glas an, welches sie dann in einem weiteren Arbeitsschritt zu Fenstern weiterverarbeiten.

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