Die Entwicklung der Glasmalerei

Glasmalerei
Glasmalerei findet man häufig in Kirchen © sveres - stock xchng

Unter dem Begriff Glasmalerei wird hauptsächlich die Bemalung von Fensterscheiben und Glasformen verstanden. Sie gilt als Teildisziplin der Glasveredelung wird vorrangig bei historischen Gebäuden und Kirchen verwendet. Diese Glaskunst hat seinen Ursprung im ersten Jhd. in Persien. Sie wurde später auch durch die Römer verwendet, die gefärbte Glasscheiben in ihre Thermen einbauen ließen, um das Ambiente zu verändern. Seitdem wurden die Motive immer aufwändiger und umfangreicher gestaltet.

Techniken der Glasmalerei

Grundsätzlich kann in 2 unterschiedliche Produktionshergänge unterschieden werden:

  1. Die Herstellung mittels Schwarzlot, welches dazu benutzt wird, die vorgefertigte Zeichnung auf bereits gefärbtes Glas zu übertragen. Dadurch können auch Schatten- und Lichtwirkungen erzielt werden. Schwarzlot ist ein Gemisch aus zerkleinertem Glas, Kupfer und Eisenoxid. Erstmals wurde diese Technik im 8. Jhd. eingesetzt.
  2. Ein farbloses oder einfarbiges Glas wird mit Schmelzfarben bemalt und anschließend bei 550 – 640°C eingebrannt.

Weitere Effekte können bei der Glasmalerei durch Ätzung erreicht werden. Dabei bestimmt die Einwirkdauer der Flusssäure den Helligkeitsgrad der Farbe. Auch beim Gravieren, Sandstrahlen oder Lasern sind Farbveränderungen möglich.

Die echte Glasmalerei ist eine sehr aufwändige Kunstform, da sie nur in Handarbeit hergestellt werden kann. Das kann unter Umständen ein sehr langwieriger Prozess sein. Neben verschiedenen Maltechniken, muss der Glasveredler auch Radier- und Wischtechniken beherrschen. Mit ihnen wird die Schmelzfarbe nach dem Trocknen auf dem Glas bearbeitet, um so verschiedenen Farbintensitäten und Graustufen zu erhalten. Alternativ kann die Farbe auch aufgespritzt werden.

Eine alternative Form der Glasmalerei kann auch maschinell hergestellt werden. Beim sogenannten Siebdruckverfahren wird Siebdrucköl auf das Glas aufgetragen. Unterschiede sind jedoch für den Kenner offensichtlich, da Effekte und Schattierungen nicht so ausgeprägt sind, wie bei der Handarbeit.

Zum Schutz vor Witterungseinflüssen wird Glasmalerei meist durch ein Schutzglas geschützt. Spezielle Versiegelungen existieren derzeit noch nicht oder bieten nur ungenügenden Schutz.

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