Die Schneekugel

Schneekugel als Souvenir
Schneekugel als Souvenir

Jedes Kind ist fasziniert von ihr. Wenn der Schnee nach dem Schütteln auf den Boden herab sinkt, scheint die Welt für einen kleinen Augenblick stillzustehen. Das hinter diesen Spielzeugen einen Menge Technik steckt wissen nur die wenigsten.

Die Geschichte der Schneekugel

Eine einheitliche Zahl, wann die erste Schneekugel entstand, ist nicht bekannt. Die bislang älteste Schneekugel, die in den Aufzeichnungen erwähnt wird, wurde 1878 auf der Pariser Weltausstellung präsentiert. Dabei hantelte es sich um einen Mann, der mit geöffnetem Regenschirm im Schnee stand.

Eindeutig belegt ist, dass die Schneekugel aus einer Glaskugel hervor ging, die mit Wasser gefüllt war und in der Vögel schwammen.

Das erste Patent wurde auf den Wiener Werkzeugmacher Erwin Perzy ausgestellt. Bei der Herstellung von hellen Lichtquellen experimentierte er mit Wasser und Metallspäne. Dabei erkannte er den Effekt eines Schneesturms innerhalb der Kugel. Die Basilika von Mariazell diente ihm als erstes Motiv. Anstelle von Metallspäne fügte er Grieß hinzu.

Dieses Modell fand in der breiten Öffentlichkeit einen großen Ansturm, so dass er 1900 eine Fabrik eröffnete und Schneekugeln serienmäßig herstellen ließ.

In den 50er Jahren wurden das Glas und die Schneeflocken durch Polystyrol ersetzt. Weiterhin wurde durch die Zugabe von Chemikalien die Algenbildung verhindert. Durch moderne Fertigungsmethoden entwickelte sich die Schneekugel zu einem Massenprodukt, welches in nahezu jedem Souvenirladen erhältlich ist.

Als Motive dienen mittlerweile nicht nur Landschaften. Auch die Verwendung der Schneekugel als Fanartikel für die neuesten Blockbuster, Sportvereine oder Musikbands ist möglich.

Vereinzelte Glaser haben sich darauf spezialisiert, Schneekugeln als handgemalte Unikate herzustellen. Bei diesen Einzelstücken handelt es sich nicht um gewöhnliches Kinderspielzeug, sondern um begehrte Sammlerobjekte, die auch mehrere tausend EURO wert sein können.

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