Eine Fassade aus Glas wirkt luftig leicht

Glas-Fassade eines Bürogebäudes
Glas-Fassade eines Bürogebäudes © costi by stock.xchng

Die Landesbauordnungen legen fest, wie viel Fensterfläche in den Wohn- bzw. Arbeitsraum integriert werden muss. Demgemäß sollten die Fensteröffnungen wenigstens so viel Fläche haben wie ein Zehntel der genutzten Grundfläche eines Raumes. Dies kann mit Fenstern realisiert werden. Bei Geschäftsräumen und modernen Wohnanlagen ist es jedoch immer häufiger üblich, die gesamte Fassade aus Glas zu gestalten, um Räume hell und lichtdurchflutet zu konzipieren.

Eine Fassade aus Glas ermöglicht einen ungehinderten Ausblick

Die Fassade aus Glas vermittelt den Eindruck, dass der Innenraum in den Außenraum übergeht. Lange Zeit war auch genau das der Fall – zumindest im Bezug auf Temperaturunterschiede. Aufgrund des Glashauseffektes wurde es im Sommer fast unerträglich warm, während im Winter die wertvolle Heizungswärme fast ungehindert ins Freie strömen konnte. Dieses Problem ist schon lange durch den Einsatz von Isolierglas behoben worden. Auch die Verschmutzung der transparenten Fassade ist heute kein Thema mehr. Durch moderne Beschichtungen, die sich den Lotuseffekt zunutze machen, reinigen sich die Flachglas-Scheiben von selbst.

Die Glas-Fassade wird intelligent

Die Neuerungen im Bereich der Glas-Fassade hören jedoch nicht mit dem Einbau von Isolierglas oder selbstreinigenden Fensterscheiben auf. Konstrukteure der Glasindustrie haben Fassaden entwickelt, die aus intelligenten Bauteilen bestehen, die diverse Funktionen übernehmen können. So können Glas-Fassaden heute Energie aufnehmen und diese im Folgenden zum Beheizen oder Kühlen der Innenräume nutzen. Einige Glasscheiben bieten Sicht- und Sonnenschutz, weil für die Herstellung getöntes Glas genutzt wurde. Eine faszinierende Erfindung ist jedoch ein Sichtschutz, der auch als Trennwand im Büro eingesetzt werden kann. Verbundgläser, die mit Flüssigkristall-Film und beschichteten Folien bearbeitet wurden, werden zwischen zwei Floatglas-Scheiben eingefügt. Die Gläser sind im Normalzustand undurchsichtig. Wird jedoch elektrische Spannung auf den Flüssigkristall-Film angelegt, ordnen sich die Kristalle neu. Das Glas wird dadurch durchsichtig. Die Fassade kann so auf Knopfdruck vom Sichtschutz zur Fensterfront werden. Bei der glasstec 2010 in Düsseldorf werden dieses Jahr sicherlich weitere aufsehenerregende Fassaden-Lösungen folgen.

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