Glaser im Vergleich

Nach Angaben des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH) konnte die Glasbau-Branche 2008 einen Umsatz von ca. 1,3 Mrd. EURO verzeichnen, was einer Steigerung von ca. 5% entspricht. Dies bedeutet eine Fortführung des positiven Trends, der mittlerweile seit 2005 anhält.

Glaser sind, wie auch andere Handwerkszweige, stark abhängig von der Baukonjunktur. In den vergangenen Jahren mussten Umsatzeinbrüche durch den Wegfall der Eigenheimzulage hingenommen werden. Die Auswirkungen sind auch jetzt noch spürbar.

Auch saisonale Abhängigkeiten, die einen positiven Trend bis weit in die Wintermonate hinein tragen, lassen sich erkennen. Sie wirken sich bei Glasern allerdings nicht so stark aus, wie beispielsweise im Maurer- oder Dachdeckerhandwerk.

Da Glaser, wie auch Maler generell als Letztes an ihre Aufgabe gehen können, werden Baustellen, die erst im Spätherbst fertig werden, in den Wintermonaten abgeschlossen. Dadurch erfolgt auch die Rechnungsgestellung deutlich später.

Konkurrenten des Glasers

Im Gegensatz zu anderen Handwerkszweigen sind Glaser besser vor Schwarzarbeit und der „Do-it-yourself-Mentalität“ geschützt, da für die Arbeitsausführung deutlich spezialisiertere Kenntnisse notwendig sind.

Konkurrenz bekommen Glaserbetriebe jedoch durch industrielle Anbieter, die aufgrund von überregionalen Absatzmärkten und Massenproduktionsanlagen die Kosten für den Werkstoff Glas deutlich drücken können. Dem regional agierenden Glaser bleiben somit nur der Qualitätsvorsprung und die Kundenbindung. Insgesamt ist die Konkurrenzsituation im Glasbauhandwerk als hoch einzustufen.

Bei einer Marktanalyse lassen sich 2 Typen an Glasbaubetrieben herausarbeiten. Zum einen die Kleinstbetriebe, die in der Regel als Einzelunternehmen geführt werden und die von Mund-zu-Mund-Propaganda leben. Ihre Zielkundschaft sind Privathaushalte oder der regionale Einzelhandel.

Zum anderen gibt es die maschinell ausgestatteten Großbetriebe, welche ihre Aufträge aus Ausschreibungen der öffentlichen Hand ziehen, sowie von gewerblichen Kunden bekommen.

Die Glaspreise fallen

In einer Untersuchung vom Statistischen Bundesamt konnte aufgezeigt werden, dass der Glaspreis zwischen Februar 2008 und Februar 2009 um 4,8% gefallen ist. Der Preiseinbruch bei Flachglas traf die Glaser mit 37,9% noch härter. Dies ist auf die weltweit gesunkene Nachfrage, sowie dem hohen Preisniveau der Vorjahre zurückzuführen.

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