Laserbeschriftung verdrängt die Tradition

Das Handwerk entwickelt sich weiter. Um wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können, sind alle Unternehmen gezwungen, sich den technischen Neuerungen anzupassen. Hierzu zählt, nicht nur die individuellen Kundenwünsche zu erfüllen oder mit neuen Materialien und Werkstoffen umzugehen, sondern auch die Integration von neuen Maschinen und Herstellungstechniken in den Handwerksalltag. Der Hang zur Standardisierung der Produktion zwingt die Industrie und das Handwerk zur einheitlichen und genauen Arbeit. Auch das Glaser-Handwerk kann sich neuer Methoden nicht verschließen. Nachdem in den vergangenen Jahrhunderten verschiedenen Methoden zur Glasveredelung entwickelt wurden (Verätzen, Ritzen, Radierung), halten seit einigen Jahren auch der Einsatz modernster Verfahren, wie die Laserbeschriftung, Einzug in das Business.

Das Laserbeschriftungsverfahren

Bei der Laserbeschriftung handelt es sich um ein Verfahren, das zur Anfertigung von Gravuren eingesetzt wird. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei dem Werkstoff um Metall, Holz, Kunststoff oder Glas handelt. Im Gegensatz zur Radierung oder dem Ritzen handelt es sich bei der Laserbeschriftung nicht um eine Verformung durch das Eindrücken, sondern um ein Herausschneiden von Oberflächenpartikeln. Dadurch ist es möglich, jedes Glas individuell zu gestalten, wenn es gefordert ist. Auch die Einarbeitung von sehr dünnen Linien und Strukturen ist durch die Regulierung der Laserintensität möglich.

Vorteilhaft bei der Laserbeschriftung ist die Tatsache, dass die Gravuren am Computer erstellt und anschließend auf den Laser übertragen werden können. Der Laser arbeitet dann automatisch. Dadurch entsteht zum einen ein Geschwindigkeits- und somit Zeitvorteil, was besonders bei Massenfertigungen in Glasfabriken positiven Anklang findet. Zum anderen kann das vorgefertigte Muster vielfach reproduziert werden. Gerade bei standardisiertem Nutzglas kommen Laserbeschriftungen immer häufiger zur Anwendung.

Schwieriger wird es bei der Bearbeitung von Bleikristall, weil das Blei den Abtragungsprozess erschwert.

Durch das Verfahren der Laserbeschriftung können auch erstmals sogenannte Glasinnengravuren oder 3-D-Gravuren erstellt werden. Dabei wird der Laser im Innern des Glaskörpers fokussiert und gebündelt.

Beim Laserkauf müssen allerdings einige Punkte beachtet werden, denn: Laser ist nicht gleich Laser.

Durch die Einführung des Verfahrens zur Laserbeschriftung werden traditionelle Methoden wie die Ätzung oder die Sandstahl-Gravur in den Hintergrund gestellt. Trotz des hohen Anschaffungspreises sind Laser eine Investition in die Zukunft, um die die meisten Glaser und Glasbauer nicht herum kommen werden.

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