Sandstrahlen: Oberflächenveredelung mit Reinigungseffekt

Um die Oberfläche von Glas oder Acrylglas zu veredeln oder auch nur zu mattieren (zum Beispiel als Sichtschutz), gibt es verschiedene Methoden. Eine davon ist das Sandstrahlen. Bei diesem Verfahren wird Sand als Schleifmittel eingesetzt. Traditionell wird mit dieser Technik Material von Rost oder Verschmutzungen befreit. Dabei wird mithilfe eines Kompressors ein starker Luftstrahl erzeugt, der ein Strahlmittel von einem Sammelbehälter auf die zu reinigende Oberfläche leitet. Beim Sandstrahlen wird, wie der Name schon sagt, hauptsächlich Sand als Strahlmittel eingesetzt. Aber auch die Verwendung von Hochofenschlacke, Glasgranulat oder Ähnlichem ist möglich. Hier kann der Effekt von Material zu Material variieren. Aufgrund des hohen Drucks, mit dem der Sand auf das Werkstück trifft, werden Teile der Oberfläche herausgelöst und abgetragen.

Sandstrahlen von Glas

Zur Gestaltung von Glas ist das Sandstrahlen als Kunstform ebenfalls einsetzbar. Wenn Teile des Glases durchsichtig bleiben, während andere Teile matt werden, entsteht ein interessanter Effekt, der sich, wie die Glasgravur oder Glasmalerei, besonders für Geschenke aus Glas anbietet. Wenn einzelne Bereiche vor dem Sandstrahlen abgedeckt werden, können unzählige Motive und Muster entstehen. Da jedoch die Oberfläche des Glases durch diese Behandlung in Mitleidenschaft gezogen wird, sinkt auch die Biegefestigkeit des Glases. Um die mikroskopischen Kerben, die beim Sandstrahlen entstehen, auch nachträglich noch auszugleichen, kann Flusssäure benutzt werden, die auch sonst zur Glasveredelung beim Ätzen benutzt wird. Auch wenn dieser Vorgang für einen begabten Laien durchführbar ist, empfiehlt es sich, vor dem Sandstrahlen (oder auch Ätzen) den Profi zu befragen. Dieser kann gezielt auf Wünsche eingehen. So können im Internet zum Beispiel schon fertige Motive bestellt werden, die ein Profi im Anschluss in einer Sandstrahlkabine auf das Glas (oder den Spiegel) aufbringen kann.

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