Wärmeschutzverglasung: Konstruktion und Wirkungsweise

Wärmeschutzverglasung
Wärmeschutzverglasung schützt im Winter vor Kälte © altplecher - stock xchng

Gerade zur kalten Jahreszeit ist es ärgerlich, wenn warme Heizungsluft nicht mehr ausreicht, um den Wohnraum zu beheizen. Dies lässt sich mit einer Wärmeschutzverglasung ändern, die dafür sorgt, dass es auch im Winter warm in der Wohnung oder im Haus bleibt. Sie besteht in der Regel aus Verbundglas (zwei bis drei Scheiben Floatglas) bzw. Isolierglas, in deren Mitte sich eine Edelgasfüllung befindet. Die nach außen zeigende Seite der inneren Scheibe ist außerdem mit einer Wärmefunktionsschicht überzogen. Diese besteht aus einer Silberschicht, die von Metalloxidschichten eingeschlossen ist. Diese Schichten sorgen für die Entspiegelung, während die Silberschicht für die Reflexion der Wärmestrahlung sorgt. Trotz der Beschichtung kann Sonnenstrahlung einfach durch die Verglasung dringen. Das heißt, die Sonnenenergie kann in den Wohnraum gelangen. Der Innenbereich, also Möbel, Wände, Decken etc. nehmen diese Wärme auf und speichern sie. Unter den Verglasungsarten erreicht die Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung die höchste Dämmwirkung. Das Anbringen einer Wärmeschutzverglasung sollte immer ein Teil der Maßnahmen zur Wärmedämmung sein.

Unterstützende Faktoren der Wärmeschutzverglasung

Um die Wärmeschutzverglasung in ihrer Funktion zu unterstützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Es kann eine weitere Scheibe mit zusätzlichem Scheibenabstand angebracht werden, eine Metallbedampfung auf zwei der Scheibeninnenoberflächen kann zur Wirksamkeit beitragen oder eine zusätzliche Edelgasfüllung, beispielsweise Argon oder Krypton, kann die Dämmwirkung erhöhen. Optische Unterschiede lassen sich hier nicht feststellen, auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, dass das einfallende Licht bei einer Wärmeschutzverglasung dunkler sei.

Haltbarkeit der Wärmeschutzverglasung

Bisherige Erfahrungen mit gasgefüllten Wärmeschutzverglasungen zeigen eine Haltbarkeit von mindestens 30 Jahren. Dabei spielt die Verarbeitung und die Prozesstechnologie des Herstellers eine erhebliche Rolle. Von innen beschlagene Fenster sind hier ein Indiz für Feuchtigkeit zwischen den Scheiben. Vermehrte Sonneneinstrahlung, die für temperaturbedingte Spannung sorgt und somit für Materialermüdung sorgt, können den Prozess zusätzlich beschleunigen. Die Wärmeschutzverglasung verliert dann jegliche Wirksamkeit und ein Glasaustausch vom Glaser oder Fensterbauer wird zwingend notwendig.

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