Glaser-Werkzeug: Der Glasschneider

VERÖFFENTLICHT: 08.11.2010 IN Glaserbedarf
 

Der Glasschneider ist ein unverzichtbares Werkzeug im Umgang mit Glas und ist deshalb bei Fensterbauern, Glasern, Hobby-Handwerkern sowie in Glashütten gleichermaßen zu finden. Der Name des Werkzeugs ist allerdings ein wenig irritierend: In Wahrheit schneidet ein Glasschneider das Glas aber nicht, sondern ritzt lediglich die Oberfläche an. Dadurch entstehen Spannungen in der Glasfläche. Das Glas kann dann entlang der sogenannten Fissur abgebrochen werden. Glasschneider gibt es in unterschiedlichen Ausführungen.

Arten von Glasschneidern

Während Hobbybastler mit manuellen Glasschneidern arbeiten, greifen Glaser und Fensterbauer auf die maschinelle Variante zurück. Das Werkzeug besteht aus einem Griff, aus einem oder mehreren Schneiderädchen und einem Schneidekopf. Der Schneidekopf dient als Halterung für die Schneiderädchen. Die Schneiderädchen bestehen entweder aus Stahl, aus Wolframcarbid oder aus geschliffenem Diamant.
Welcher Glasschneider verwendet wird, hängt von der Dicke des Glases ebenso ab wie von der Art des Schnittes. So verlangt dickes Glas zum Beispiel nach einem großen Schneidewinkel. Während zum Schneiden von Glas mit einer Stärke von zwei Millimetern ein Schneidewinkel von 120° ausreicht, wird zum Schneiden von zwei Zentimeter dickem Glas ein Schneidewinkel von 165° benötigt.

Umgang mit dem Glasschneider

Die Verwendung eines Glasschneiders ist nicht ungefährlich, weshalb unbedingt auf die richtige Schutzkleidung geachtet werden sollte. Dazu gehören unter anderem eine Schutzbrille und ein robuster Arbeitsmantel. Bevor das Glas geschnitten wird, muss es zunächst gereinigt werden. Danach wird die Schnittstelle eingezeichnet und mit Schneideöl bestrichen. Erst danach kann das Glas geschnitten und gebrochen werden. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, sollten die Schneidekanten unbedingt noch glatt geschliffen oder mit einem Abziehstein behandelt werden.

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